Desinfektion

Desinfektion ist der Prozess der gezielten Reduzierung pathogener Mikroorganismen, so dass die desinfizierten Gegenstände oder Materialien kein Infektionsrisiko mehr haben.

Inhalt

Verfahren der Desinfektion

Bei der klassischen Desinfektion wird zum Einen die Haut des Anwenders und andererseits Oberflächen von Instrumenten und Geräten desinfiziert.

Im Grunde gibt es zwei Verfahren zur Desinfektion:

Physikalische Desinfektion

Physikalische Methoden zur Desinfektion basieren auf Wärme, Filterprozessen oder Strahlung. Sie sind im Allgemeinen umweltfreundlicher und sicherer als chemische Methoden. Im Alltag ist hier der Aufwand oft viel zu groß und ohne physikalische Vorkenntnisse sind diese Verfahren nicht anwendbar.

Chemische Desinfektion

Chemische Methoden zur Desinfektion nutzen die schädlichen Auswirkungen vieler Chemikalien auf Bakterien. Sie werden für Materialien verwendet, die nicht für die Wärmebehandlung geeignet sind. Wenn die permanente Form von Bakterien, die sogenannten Sporen, zerstört werden soll, reicht eine Desinfektion allein nicht aus. In diesem Fall muss sterilisiert werden. Dieser chemische Prozess wird in den heutigen alltagsüblichen Desinfektionsmittel verwendet.

Raumdesinfektion

Bei der Raumdesinfektion müssen alle Oberflächen und Materialien im Raum desinfiziert werden. Dies kann durch Verdampfen oder Zerstäuben geeigneter Chemikalien erfolgen, wodurch die Anzahl der Bakterien in der Innenluft verringert wird (Luftdesinfektion). Oberflächen im Raum können effektiv desinfiziert werden, indem das Desinfektionsmittel geschrubbt oder abgewischt wird, vorausgesetzt, das Desinfektionsmittel hat eine ausreichende Einwirkzeit.

Händedesinfektion

Zur Händedesinfektion werden oft alkoholhaltige Substanzen benutzt, um die Hände zu reiben oder zu besprühen. Normalerweise muss die Haut vor der Desinfektion gründlich gereinigt werden, einschließlich der Nagelfalten und der Zwischenräume zwischen den Fingern. Dann muss das Desinfektionsmittel mindestens 30 Sekunden lang wirken.