Der einfache Weg zur effizienten, smarten und sicheren Betriebshygiene – Desinfektion ohne Alkohol

Gerade in der heutigen Zeit ist das Thema Betriebshygiene aktueller denn je. Doch auf was sollte beim Einkauf für die Betriebshygiene beachtet werden? Bei diesem tiefgründigen Thema fokussieren wir nun mal speziell den Bereich Desinfektionsmittel.

Bei der Auswahl des richtigen Desinfektionsmittels sollten ein paar Punkte beachtet werden:

  • Wirksamkeit
  • Gefahrstoffmanagement
  • Wahl des Wirkstoffs
  • Preisleistung
  • Zulassung / Zertifizierung

 

Ein Desinfektionsmittel, im Fachjargon auch Biozid genannt hat die Funktion Mikroorganismen zu bekämpfen. Diese Funktion sollte grundsätzlich im Vordergrund stehen. Daher sollten eingesetzte Produkte auf Ihre Wirksamkeit geprüft sein. Zwischen den zahlreichen Prüfverfahren und den verschiedenen Listungen kann man schnell den Überblick verlieren, im Folgenden stellen wir Ihnen die relevantesten vor und grenzen ab. Die Wirksamkeit wird nach den Europäischen Normen (EN) geprüft. Diese Tests müssen von akkreditierten Laboren durchgeführt werden.

 

Für die allgemeine Betriebshygiene, im industriellen und öffentlichen Bereich empfehlen wir auf diese Normen zu achten:

EN 13697 – Bakterizidie und Levurozidie (Wirksamkeit gegen Bakterien und Hefen)

EN 1650 – Fungizide (Wirksamkeit gegen Pilze)

EN 13704 – Sporizidie (Wirksamkeit gegen Sporen)

EN 14476 – Viruzidie (Wirksamkeit gegen Viren)

 

Die Norm EN 14476 „viruzid“ findet man noch einmal in drei verschiedenen Varianten vor:

  1. Begrenzt viruzid – wirksam gegen behüllte Viren (bereits ausreichend zur Bekämpfung des Corona Virus)
  2. Begrenzt viruzid PLUS – wirksam gegen behüllte Viren und teilweise gegen und unbehüllte Viren
  3. Viruzid – wirksam gegen behüllte und unbehüllte Viren 

Exkurs: Unterschied behüllte und unbehüllte Viren

 

Behüllte Viren: Hepatitis B/C, HIV RSV, SARS Mumps, Masern, Röteln Influenza, Parainfluenza FSME, Gelbfieber, Zika Tollwut, Hanta

Unbehüllte Viren: Hepatitis A/E Noro-/Rota-/Adenoviren Papilloma-/Polyomaviren Parvovirus B19 Enteroviren Rhinoviren Astroviren

 

Für die Händedesinfektion gibt es wiederrum eine eigene Norm: Die EN 1500 sollte die Mindestanforderung für ein Handdesinfektionsmittel sein.

 

Fazit: Achten Sie also beim Einkauf Ihres Desinfektionsmittels immer auch die entsprechenden Normen!

  

Wahl des Wirkstoffs

Den meistverbreiteten Desinfektionsmitteln sind immer noch alkoholbasiert. Doch heutzutage gibt es auch gute Alternativen zu klassischen Desinfektionsmitteln mit hohem Alkohol Anteil.

Die voraussichtliche Klassifizierung für Ethanol in Europa wurde wie folgt vorgeschlagen:

  • Flüssigkeit und Dampf leicht entzündbar.
  • Verursacht schwere Augenreizung.
  • Kann vermutlich das Kind im Mutterleib schädigen
  • Kann Säuglinge über die Muttermilch schädigen.
  • Kann Schläfrigkeit und Benommenheit verursachen.
  • Kann die Organe schädigen.

Im Gegensatz zu Ethanol bieten Produkte auf Basis von Aktivchlor einige Vorteile. Der leicht chlorige Geruch, welcher schon nach wenigen Minuten verfliegt erscheint am Anfang vielleicht etwas Gewöhnungsbedürftig, bei den vielen Vorteilen in der Anwendung scheint dies aber banal zu sein. Bei einem Produkt mit einem Wirkstoffanteil 0,12% Natriumhypochlorit findet man ein enorm breites Wirkungsspektrum vor (Viruzid in 1 Minute) und hat darüber hinaus kein Gefahrstoff (nach CLP) vorliegen.

 

Weitere Vorteile sind:

  • Nicht brennbar / Kein Gefahrstoff (CLP Verordnung)
  • Schnelle Einwirkzeit
  • Keine Gefahrenpiktogramme
  • Biologisch abbaubar
  • Naturnaher Wirkstoff
  • Breites Wirkungsspektrum
  • Ohne Aldehyde
  • Ohne Tenside

 

 

 

 

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